Einleitung
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Das zentrale Augenmerk bei der Umsetzung eines Projektes muss auf dessen Gelingen gerichtet sein. Um das zu erreichen ist Weitblick gefordert, darin sind sich die Beteiligten alle einig. Alle einig?

Ist ein neues Projekt entschieden, das Raumprogramm und die Budgets definiert, der Architekt gefunden, beginnen nicht vorgesehene, oft hausgemachte, Probleme. Aus der genuinen Partnerschaft zwischen dem Bauherren und seinem Architekten wird ein Mehrkampf: Die beobachtende Öffentlichkeit wittert latente Skandale, ihre Gremien fürchten um Wiederwahl und definieren Wunschkonditionen, beauftragte Verwaltungen agieren ängstlich mit selbstabsichernden Vorgaben, oft angestachelt von Diktaten nicht immer sachkundiger Projektsteuerer. Verirrung folgt auf Verwirrung. Mit Weitblick hat das nichts
mehr zu tun.

Wieviel Restrisiko erträgt ein Bauherr, spielt seine Öffentlichkeit, Größe, Vielstimmigkeit eine Rolle? Kann eine umfangreiche öffentliche Verwaltung genauso sachbezogen entscheiden, wie ein kleiner Bauausschuss? Tut hier nicht die Rückbesinnung auf die Kompetenzen der Beteiligten Not, der Blick auf das Ziel und nicht auf die Etappe?

Fortbildungspunkte
Die Veranstaltung ist von der Architektenkammer Baden-Württemberg mit 1,5 Unterrichtsstunden für Architekten und Architekten/Stadtplaner im Praktikum anerkannt.