Einleitung
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Die autogerechte Stadt ist ideologische Vergangenheit, aber die Auswirkungen
zeigen sich nach wie vor als schlecht verheilte Wunden in unseren
Städten. Oft gibt der Zuschnitt nicht mehr benötigter Gleisfelder die
Umrisse neuer innerstädtischer Bauquartiere vor. Auch heute noch sind
bei der Erschließung neuer Quartiere und Flächen Infrastrukturplaner
oft die ersten, die entscheidende Raum- und Stadtentwicklungs-Weichen
stellen. Deshalb wünscht man sich, dass sich Verkehrs- und Stadtplaner
über Ämter- und Referatsgrenzen hinweg gemeinsam mit der Planung
neuer und Überplanung älterer Entwicklungsflächen befassen.
Wo und wie funktioniert das schon? Wir stellen uns Fragen: Wo liegt
die Messlatte für erfolgreiche, integral geplante Entwicklungsprojekte?
Und gibt es Rezepte für gleichberechtigte Planungsstrategien, die
nicht das Eine ohne das Andere denken? Was gilt: Vorfahrtsregelung
oder planerischer „Common Space“? Aus der Sicht eines Verkehrs-,
eines Raum- und eines Stadtplaners werden Konfliktpotentiale benannt
und erfolgreiche Strategien vorgestellt.