Einleitung
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Ausgehend von der Mitarbeit bei so unterschiedlichen Architektenpersönlichkeiten wie Gottfried Böhm und Günter Behnisch haben wulf architekten längst ihre eigene Position entwickelt. Diese wird jedoch – inspiriert von einer Offenheit für Neues – beständig hinterfragt. Ihr Aufspüren von Lösungsansätzen, das keine vorgefassten Meinungen kennt, bezeichnen die Architekten als „Identität durch Suche“ – und diese Suche meint Bewegung und Veränderung. Einzige, gleichwohl wichtige Konstante ist ihr humanistischer Ansatz: der klare Bezug zum Menschen als Ausgangspunkt allen Entwerfens. Diese zentrale Position findet ihre Entsprechung in der sinnlichen Qualität und der Vielfalt des Gebauten. Zu den Schlüsselwerken des Büros zählen die mehrfach ausgezeichneten Projekte adidas Factory Outlet in Herzogenaurach (2003), Messe Stuttgart (2007) und Landesamt für Finanzen in Landshut (2011) sowie das derzeit geplante Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Bonn (2016). Anhand von großformatigen Fotos und Texten, die wesentliche Statements der drei Büropartner in direkte Beziehung zu realisierten Projekten setzen, vermittelt die Ausstellung einen Einblick in die Denk- und Arbeitsweise von wulf architekten. Architektur wird dabei nicht als isolierte Disziplin verstanden, sondern vielmehr als Teil eines vielfältigen kulturellen Kontexts.

Zur Ausstellung im WECHSELRAUM erscheint eine Werkmonografie beim niggli Verlag (Sulgen, CH).
30 MAI 2014, Stuttgarter Zeitung
DIETRICH HEßENBüTTEL "SPIEGELKABINETT"
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