Einleitung
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Zertifikate und Standards beschäftigen Architekten spätestens seit Einführung der DIN-Norm für Papiergrößen. Inzwischen sind die Gegenstände und Kriterien komplexer. DGNB, LEEDS oder BREEAM heißen einige der Qualitätssiegel für ganze Häuser, die Nachhaltigkeit garantieren sollen. Wie ver- gleichbare Labels, z.B. „Textiles Vertrauen“, wecken sie schlechtes Gewissen, wenn man sie ignoriert. Für die Baubeteiligten sind Zertifizierungen zweischneidig. Einerseits bringen sie Marktvorteile, indem sie - zurecht oder zu unrecht – das Vertrauen der Abnehmer stärken. Andererseits schränken sie die gestalterische Freiheit ein, verzögern Innovationen und fördern Uniformität. Abgesehen davon sind sie zeitaufwendig und teuer. Zertifikate haben Eigendynamik: Was als Qualitätssiegel beginnt, kann leicht als Vorschrift enden. Und nicht zuletzt gehen Zertifikate und Garantien mit neuen Haftungsrisiken ein- her, denn wer sagt denn, dass sie halten, was sie versprechen? „Nachhaltigkeit“ ist ein weites Feld - auch für Gutachter und Juristen. Sind Zertifikate nur psychologische Placebos?

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