Einleitung
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Angesichts einer zunehmenden Verunsicherung privater und öffentlicher
Bauherren im Umgang mit „ihren“ Architekten, stellt sich vermehrt die Frage nach den Zuständigkeiten, Kompetenzen und nicht zuletzt auch nach dem Vertrauen in

die Betrauten. Wer entscheidet, wann und vor allem was gebaut wird? Was in Titulierungen wie „Architekt der Finanzpolitik“ oder „Architekt" der Deutschen Einheit“ mitschwingt, nämlich die Kompetenz des „Architekten“ und das ihm entgegengebrachte Vertrauen, scheint heute nach und nach zu schwinden. Vielmehr ist der Bauherr bestrebt, keine vermeintlichen Risiken einzugehen, besser noch den letzten Lobbyisten zu berücksichtigen. Absicherung vor Mut. Und am Ende wundert man sich, dass es nichts wird mit dem „großen Wurf“. Wie gehen wir um mit dieser „Machtverschiebung“, die die Position des Architekten zunehmend an den Rand drängt? Wie können Architekten das Vertrauen ihrer Bauherren und damit ihren Einfluss zurückgewinnen?