Einleitung
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Baukultur, so steht es im neuen Baukulturbericht, „ist ein gesellschaftlicher Prozess und braucht eine breite Verständigung über qualitative Werte und Ziele“. Verständigung aber reicht nicht aus. Im Konsens wird Kultur oft auch zerrieben, bis nur noch Brösel der ursprünglichen Idee zu finden sind. Was ist los mit der öffentlichen Hand, die sich gern hinter dem Volkswillen versteckt? Und was ist los mit den Architekten, wenn sie sich auf ihr Projekt beschränken und den städtischen Kontext, an dem sie beteiligt sind, ausblenden. Es braucht Vorbilder und Initiativen, und es braucht neue Prozesse. Eine Diskussion über Auswege aus der Sackgasse des „Viel-Wollen-und-wenig-Erreichen“. Ein Blick über die Landesgrenzen, wie unsere Nachbarn mit der Baukultur umgehen. Und eine Suche nach neuen Anstößen und realisierten Projekten, die deutlich machen, dass der nebulöse Begriff keine Chimäre sein muss.