Einleitung
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Ränder sind dynamisch – sie sind Orte des Austauschs. Randlagen sind also nicht zufällig für die Immobilienwirtschaft attraktiv – nicht selten werden die Grenzen künstlich verlängert. Zum einen. Zum anderen sind Außenbereiche nicht der Aufmerksamkeit ausgesetzt wie die Zentren – an der Peripherie ist das, was wir in den Innenstädten von der Charta von Athen schon meinen, hinter uns
gelassen zu haben, noch auf eine Weise Realität und wirksam, die sich aus der Eigenlogik der Systeme erklärt und fast ohne Diskurs hingenommen wird. Aus architektonischer und planerischer Sicht haben die Ränder der Städte nicht immer einen guten Ruf. Die Grenze sei nicht wahrnehmbar formuliert, die Bebauung anspruchslos und ohne Respekt gegenüber Belangen der Allgemeinheit.
Angesichts knapper Ressourcen rücken die Ränder nun zunehmend in den Blick. Haben wir die richtigen Leitbilder, um gestalterisch und planerisch mit dieser Herausforderung umzugehen? Wie kann eine sinnvolle Balance zwischen Freiheit, Experiment und planerischer Festlegung gefunden werden?