Einleitung
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Partizipation ist in aller Munde, ein anderes Vorgehen erscheint nicht opportun. In unterschiedlichster Form und in verschiedensten Phasen einer Planung werden die Bürger beteiligt. Mal im Sinn ernsthafter Arbeit an den Grundlagen einer Aufgabenstellung, als produktive, oder hin und wieder auch recht ergebnislose Einbindung des Bürgerwillens in laufende Planungsprozesse, oder auch – leider – als Versuch des öffentlichen Bauherren hinter dem Bürgerwillen Deckung zu suchen. Wesentlich bleibt: Architekten und Ihre Bauherren schaffen ein gemeinsames Werk. Bauherr und Architekt machen sich vertraut an die Arbeit - ein Idealbild jenseits der Realität? Statt mit ihrem Bauherren, dessen Haltung und Verantwortung, sehen sich Architekten zunehmend mit einer Vielfalt von Meinungen und widerstrebenden Interessen konfrontiert. Partizipation wirft Fragen zur Verfahrenskultur auf. Wie ermöglicht Partizipation den Beitrag der Bürger zur Planung ihrer Umwelt und die Wahrung der Expertise der Planer gleichermaßen? Was sind die Instrumente zum im partizipatorischen Sinn gemeinsamen Werk mit dem Anspruch Baukultur?